Abulafia: »Hast du das Passwort?«

Do, 27.07.06 

Bullet Quo vadis, Linux?

· 07:07 ·

Diese Hitze — und dann das:

Heute hatte ich mich entschieden, endlich mal mein Kubuntu von 5.10 auf 6.06 zu bringen. Es sollte eine Neuinstallation werden, da ich auf diese Weise einigen Ballast los werden wollte. Mit der Live-CD und dem darin enthaltenen Installer hatte ich bisher keinen Erfolg und so zog ich mir kubuntu-6.06-alternate-i386.iso herunter.

Damit habe ich gebootet und der Spaß begann. Als Zielpartition wollte ich hdb8 benutzen. Nur leider zeigte das Tool mir meine ganze Festplatte als eine große Partition an.

Komisch. fdisk sagt da etwas anderes:

root@abu:~$ fdisk -l /dev/hdb

Platte /dev/hdb: 200.0 GByte, 200049647616 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 24321 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes

    Gerät  boot.     Anfang        Ende     Blöcke   Id  System
/dev/hdb1   *           1        4864    39070048+  83  Linux
/dev/hdb2            4865       24321   156288352+   f  W95 Erw. (LBA)
/dev/hdb5            4865        4987      987966   82  Linux Swap / Solaris
/dev/hdb6            4988        9851    39070048+   c  W95 FAT32 (LBA)
/dev/hdb7   *        9852       14715    39070048+  83  Linux
/dev/hdb8   *       14716       19579    39070048+  83  Linux
/dev/hdb9   *       19580       24321    38090083+  83  Linux
root@abu:~$

Im IRC konnte mir auch keiner helfen. Also mal parted fragen, was das meint, wie meine Platte aussieht:

root@abu:~$ parted /dev/hdb print
Plattengeometrie für /dev/hdb: 0.000-190782,210 Megabytes
Disk-Label-Typ: loop
Minor    Start       End     Dateisystem Flags
1          0,000 190782,210  fat32
Information: Vergessen Sie nicht, gegebenenfalls /etc/fstab zu ändern.

root@abu:~$

Aha. parted scheint wohl anderer Meinung zu sein. Kein Wunder, dass das mit hdb8 nichts wird. parted will nichts wissen, von meinen fein säuberlich mittels fdisk angelegten Partitionen. WTF!

Aber wir sind ja flexibel: hda7 frei gemacht und das Kubuntu da drauf installiert. Toll. grub zeigt mir alle alternativen Betriebssysteme an und ich kann das neue Kubuntu booten …

Pustekuchen! Nüscht is:

/FSCK0147.REN countains a free cluster (1). Assuming EOF.
/FSCK0147.REN
File size is 56 bytes, cluster length is 0 bytes.
Truncating file to 0 bytes.

Fein. Meldungen dieser Art rauschen über meinen Monitor, bis die Kiste steht.

Wird wohl Windows dafür verantwortlich sein. Also: Windows starten und einen FS-Check machen. Keine Fehler festgestellt. Klasse. Kubuntu wieder starten. Selbes Problem. Kubuntu bootet nicht bis zum Schulss durch. Leck mich!

Ich hatte noch nie solche Probleme beim Installieren von Linux, wie heute. Selbst die ganz alten SuSEs oder Debians waren da freundlicher zu mir. Schade.

5 Responses to “Quo vadis, Linux?”

  1. bed Says:

    Mir fällt auf, das du mehrere Bootflags gesetzt hast. Da reicht eins und zwar nur die Partition, auf der der bootblock von Grub ist. Ob das die Lösung ist, weiss ich natürlich nicht. Mir wären das sowieso ein paar Partitionen zuviel :)

  2. natas12 Says:

    ich hatte ein vergleichbares problem: vor der installation von kubuntu dapper habe ich die partitionen erstellt, die ich dann nur noch vom live-cd installer “füllen” lassen wollte. doch er hat sie nie (!) erkannt, sondern immer nur irgendwelche phantasiewerte. was geholfen hat: die partitionen mit fdisk erstellen, dann den installer anfeuern, dann die partitionen dort NOCHMAL genauso erstellen und NOCHMAL formatieren. dabei sich nicht vom auseinanderfallenden qtparted stören lassen, dessen buttonleiste einfach mal verschwindet oder nicht reagiert. nun ja – danach lief kubuntu super (inklusive erkannter wlan-karte und wpa-verschlüsselung via knetworkmanager). aber dennoch: da war etwa mein erstes linux, suse 7.0, um längen besser…

  3. Ivo Says:

    bad: Hilft nichts. Schon probiert.

    natas: Schlimm nur, dass die Partitionen schon benutzt sind. Und: Die Partitionen waren mit fdisk erzeugt und auch mittels mkfs.* das FS erzeugt.

  4. Abulafia: »Hast du das Passwort?« » Upgrade-Horror Says:

    [...] ps: Das Problem mit parted ist aus den Ubuntu-Boot-CDs auch noch nicht entfernt. Eine Neuinstallation wäre also auch keine Option gewesen :-( [...]

  5. jan Says:

    Sowohl Debian als auch Ubuntu empfehlen ein Upgrade mit Aptitude. Damit hat es auch in mehreren Durchläufen (mit jeweils kleiner werdender Anzahl von HOLD-Paketen) bei meiner Freundin sehr schön geklappt.

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