Abulafia: »Hast du das Passwort?«

So, 25.03.12 

Bullet Screencasts für den Unterricht erstellen

· 04:03 ·

Von der Khan Academy bin ich begeistert. Für das Konzept des „Flipped Classrooms“ sehe ich in meiner Unterrichtssituation aber keine Einsatzgebiet. Meine Schüler finden es aber toll, wenn sie zu Haus, in Ruhe und in ihrem Tempo bestimmte Rechenwege nachvollziehen können. Dafür mache ich hin und wieder einen Screencast.

In diesem Beitrag will ich auf die technischen Aspekte eingehen.

Ich wollte die Screencasts so machen, wie sie in der Khan Academy oder bei Jörn Loviscach zu sehen sind. Dazu braucht man neben dem obligatorischen Computer mit Netz ein Grafiktablett und ein Mikrofon.

Ich hatte noch ein etwas älteres Wacom Bamboo (CTF-430)*, welches ich selten nutzte. Die sensible Fläche entspricht etwas DIN A6. Das ist recht klein aber erträglich. Das Schreiben ist gewöhnungsbedürftig. Nach einiger Zeit bessert sich das Schriftbild aber.

Beim Einrichten des Tablett war für mich wichtig, nur den wirklich zum Schreiben benutzen Bereich für das Gerät zur Verfügung zu stellen. Ich habe einen 23-Zoll-Monitor. Standardmäßig bedient der Treiber des Digitizers den gesamten Bildschirm. Dadurch wird das Schreiben unnötig schwierig.

Zusätzlich ist es angebracht, die „Proportionen zu erzwingen“. Dadurch bleibt zwar meist ein kleiner Teil des Tabletts ungenutzt, aber die horizontalen sowie vertikalen Bewegungen des Stifts bleiben „synchron“.

Zum Schreiben kann man im Prinzip jedes Bildbearbeitungsprogramm nutzen. Ich habe einige versucht. Durchgefallen sind eigentlich alle Getesteten. Entweder ist die Bedienung für den Zweck zu umständlich oder die Bildschirmdarstellung kommt mit den schnellen Bewegungen des Stifts nicht mit.

Am Ende bin ich bei „Windows Journal“ gelandet, das auch Jörn Loviscach nutzt. Bei diesem Programm kann man den Schreibhintergrund sehr genau einstellen und mit verschiedenen „Spitzen“ auch verschiedene Akzente setzen. Der Markiermodus eignet sich ausgezeichnet, um Hervorhebungen zu kennzeichnen. Einziger Nachteil des Programms für mich: Man kann keine Linien zeichnen. Das brauche ich zum Beispiel bei Videos zu Linearen Funktionen.

Für meine Videos nehme ich einen Linienabstand von 8 mm (Datei — Seite einrichten). Das gestattet mir ein ähnliches Schreiben, wie auf kariertem Papier.

Vom schwarzen Hintergrund bin ich abgekommen, da dieser nach dem Kodieren auf youtube sehr „unruhig“ wird. Schwarz fand ich aber schöner. Grün — wie die Tafel — funktioniert gar nicht.

Für das Aufnehmen des Tons habe ich am Anfang ein billiges Headset* genommen. Dann wurde ein etwas teureres Headset gekauft. Dann stellte ich fest, dass ich kein Headset-Typ bin und beide Headsets gingen in den Besitz meines Sohnes über. Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass das Mikrofon meiner Webcam (Logitech C270) einen recht guten Sprechton hinterlässt.

Da ich aber ab und an auch Musik aufnehme, entschied ich mich dann aber für ein Yeti von Blue. Das ist zwar nicht billig aber für sehr viele Sachen sehr gut geeignet.

Für das eigentliche Aufnehmen nutze ich „Screencast-o-matic“. Das ist ein kostenloses Online-Tool, was das Aufzeichnen und Publizieren von Screencasts sehr einfach macht (benötigt wird nur Java). Die kostenlose Version ist auf 5 Minuten Aufnahmezeit beschränkt. In der Pro-Version hat man diese Einschränkung nicht. Außerdem stehen eine Reihe von Bearbeitungsmöglichkeiten (Schneiden, Maus-Bearbeitung, Geschwindigkeitsänderung, Übergänge, Overlays, …) zur Verfügung.

Die Aufnahme erfolgt mittels eines Overlay-Rahmens. Dessen Größe kann beliebig eingestellt werden. Es stehen aber auch einige vordefinierte Größen zur Verfügung. Ich nutze für meine Aufzeichnungen 1024×768.

Dieses Format bietet mir genügend Platz, um auch umfangreichere Sachverhalte darzustellen. Sieht man sich die Videos bei youtube an, so kann man schon in der „Großer Player“-Ansicht sehr gut lesen. HD ist für mich nicht so gut geeignet, da der Platz doch sehr breit ist und die rechte Seite dann meist leer bleibt.

Nach dem Aufzeichnen können die Videos bearbeitet werden. Die Pro-Version bietet hier viele Möglichkeiten. Wenn ich damit fertig bin, lädt Screencast-o-matic die Videos gleich zu youtube hoch. Man könnte die Videos aber auch nur kodieren lassen und sich dann auf die Festplatte speichern.

Der Upload klappt ohne Probleme. durch das 4:3-Format entsteht rechts und links neben dem eigentlichen Video je ein schwarzer Balken. Da youtube nur noch 16:9 darstellt, ist das nicht vermeidbar.

Mit diesem Verfahren geht das Erstellen von Videos sehr schnell von der Hand. Ich kann also meinen Schülern in der Unterrichtsstunde versprechen, ein Videos zum Thema zu machen und am Nachmittag steht es dann Online. Bisher habe ich noch keine Komplikationen gehabt. Weder im Zusammenhang mit Screencast-o-matic, noch beim Upload zu youtube.

Das auch von mir kurz getestete Camtasia Studio ist auch recht brauchbar. Es bietet eine große Fülle von Nachbearbeitungsoptionen. Leider ist das Programm sehr teuer und der Upload direkt zu youtube funktioniert bei mir nicht.

Hinweis: * Amazon-Link, kein Partner-Link, kein anderer Link brauchbar :)

Mo, 19.03.12 

Bullet Schnell mal einen Lückentext erstellen

· 07:03 ·

www.learnclick.com ist das wohl einfachste Werkzeug, mit dem man Lückentexte erstellen kann. Zum Ausprobieren braucht man sich nicht einmal anmelden.

Registriert man sich jedoch auf der Webseite kann man verschiedene Klassen anlegen und auch umfangreiche Auswertungen der Schülerantworten sehen (Premium-Version).

Das Erstellen eines Lückentextes ist denkbar einfach: Text in ein Textfeld schreiben/kopieren, gesuchtes Wort markieren und „Lückenwort erstellen“ auswählen.

Die Art des Lückentextes lässt sich am unteren Rand festlegen. Allerdings nur für die gesamte Aufgabe. Zu Verfügung stehen die klassischen Lücken, Drop-Downs und Drag&Drop-Aufgaben.

Hat man den Lückentext erstellt, kann er einer vorher erstellten Klasse zugewiesen werden:

Der Schüler kann sich dann mit dem vergebenen Benutzernamen und dem Passwort anmelden und sieht die der Klasse zugewiesenen Lückentexte.

Auswertung für den Schüler:

Haben die Schüler die Aufgaben erfüllt, kann man sich die Ergebnisse ansehen. Diese Statistiken gibt es aber nur im Premium-Account, den man noch bis Ende März 2012 für 5 EUR pro Jahr erhält (sonst 10 EUR).

Sa, 17.03.12 

Bullet Administratives

· 05:03 ·

Ich habe mich vom debianforum.de-Planeten abgemeldet. Es werden hier keine Linux-Beiträge mehr kommen.

Ich habe wohl nirgends so viel über Computer im Allgemeinen und Linux im Speziellen gelernt, wie im debianforum.

Vielen Dank an Sebastian für die jahrelange Arbeit.

Sa, 17.03.12 

Bullet Informationen zentralisieren

· 12:03 ·

Es gibt viele Orte und Situationen, bei denen man eine interessante Information findet. Man kann Tweets „faven“, bei Google Reader Artikel „staren“ oder bei GMail einer Mail ein bestimmtes Label zuordnen.

Das Problem: Sucht man eine Information ist die erste Frage: „Wo habe ich die Information gespeichert?“. Erst dann kann man sich in der betreffenden Anwednung bzw. Dienst auf die Suche machen.

Dieses Problem hatte auch Tim in „Not save for work“ angesprochen. Er hatte Favs für den Mac empfohlen. Ich habe keinen Mac und lokal auf der Festplatte möchte ich die Informationen auch nicht haben.

Was tun?

Ich verwende ifttt (if this then that). Bei diesem Webdienst definiert man sogenannte Tasks, die beispielsweise gefavte (sic!) Tweets an diigo weiterleiten.

Jetzt fehlt noch der zentrale Ort, an dem die Informationen gesammelt werden. Für mich muss das Online sein. Es könnte Evernote, delicious oder auch der Posteingang sein. Da ich meine Bookmarks bei diigo sammle, landen meine Informationsatome natürlich auch da.

Ein Beispiel: Ich möchte alle gefavten Tweets zu diigo.

Die Erstellung eines Tasks erfolgt nach der Methode „Wenn dieses <–> Dann jenes“. Als erstes wählt man den Dienst aus, bei dem das Auslöseereignis auftritt (hier Twitter). Dann wählt man einen der vorgegebenen Trigger. Das sind Ereignisse, die bei Twitter ausgelöst werden können:

Nachdem man den Trigger gewählt hat ist „if this“ abgeschlossen. Jetzt muss noch angegeben werden, was passieren soll, wenn dieses Ereignis eintritt:

diigo auswählen. Auch hier gibt es verschiedene Aktionen, die bei diigo ausgeführt werden können:

Es wird ein neues privates Lesezeichen erstellt.

Besonders schön: Die Einstellungen des gespeicherten Lesezeichens kann man praktisch per Drop-Down-Liste auswählen. Bei mir bekommen alle automatisch in diigo eingefügten Lesezeichen das Tag „ivo-todo“.

Ich kann dann ab und zu die Lesezeichen bei diigo nach diesem Tag filtern und den Lesezeichen noch weitere Tags oder Kommentare hinzufügen. Das Tag „ivo-todo“ lösche ich dann und die Arbeit ist getan.

ifttt bietet eine riesige Auswahl an Channels, die für Input sorgen können. Darunter auch exotische, wie „Datum/Uhrzeit“ oder „Wetter“. Über die große Anzahl von Triggern lässt sich nahezu jede Situation abdecken.

Was mit fehlt ist Google+. Da es aber dafür noch keine API von Google gibt, ist es kein Wunder, dass ifttt noch nicht damit umgehen kann.

Do, 15.03.12 

Bullet Apple: „iPad im Klassenzimmer“

· 08:03 ·

Am Mittwoch war ich in München bei Apple zur Veranstaltung „iPad im Klassenzimmer“.

Eine Sache möchte ich vornweg schicken: Ich bin kein großer Apple-Freund. Aufgewachsen bin ich mit OS/2 und Linux. Im Alter wird man träge. Heute benutze ich Windows und die Server in der Schule laufen mit selbst administriertem Linux. Von Apple kenne ich nur ein 5 Jahre altes MacBook und einen iPod touch 3G.

Nun zur Veranstaltung: Im Gegensatz zu den meisten anderen Anbietern von „Schulhardware“ bietet Apple ein Konzept. Man kann das aus verschiedenen Richtungen sehen aber sie haben ein Konzept.

Ein iPad pro Schüler. Ein iPad für den Lehrer.

Am Anfang der Veranstaltung wurde das Konzept von Apple erläutert. Appletypisch gibt es keine Keynote-Folien im Netz. Man solle doch den iPad nicht als „elektronische Schreibmaschine“ sehen — auch nicht als Schreibmaschine mit Rechtschreibkorrektur. Der iPad soll ein Werkzeug sein, um kreativ tätig zu werden. Dazu gibt es Inhalte und Werkzeuge.

Sie hatten auch einen Medienpädagoge bei der Hand, der uns einiges zeigte. Was ich aber noch nie gesehen habe, auf so einer Art von Veranstaltung: Die Lehrer bekamen einen Arbeitsauftrag, der dann mit dem iPad umgesetzt werden musste. Wir hatten Chromatographie. Das war in 10 Minuten gedreht, geschnitten, Titel dazu und hochgeladen. Beeindruckend, wie schnell das geht.

Hätte man ein Laptop gehabt, bräuchte man eine zusätzliche Kamera, Videoschnittsoftware hätte installiert werden müssen und die gebräuchlichen Schnittprogramme sind nicht so intuitiv, wie die iPad-Variante.

Nach Fertigstellung der Videos präsentierten alle ihre Ergebnisse. Per AirPlay und AppleTV auf einen Beamer. Eine Gruppe nach der Anderen. Ohne Probleme. Großartig.

iBookAuthor wurde kurz angeschnitten. Ich finde das zwar nicht so toll, es ist aber für die Kollegen wohl das einfachte, was man bekommen kann. Auch das Anmerken in den Büchern ist toll. Allein: Die Inhalte fehlen noch. Ich werde meine Inhalte lieber in HTML gießen. Das kann man auf allen Plattformen ansehen und frei ist es dann auch noch. Anmerkungen kann man in HTML-Seiten aber nur schwer realisieren (diigo, was noch?).

Im Vergleich zu einem Laptop/Netbook nimmt das iPad erschreckend wenig Platz auf dem Schülertisch in Anspruch. Es bleibt immer noch Raum für Buch und Heft. Die vorgestellte OtterBox ist für die Schule genau das Richtige und sicherlich robuster, als ein Laptop.

Am meisten beeindruckt hat mich aber AirPlay. Was ergeben sich da für Möglichkeiten …

Was fehlt ist eine Tastatur. Ich habe keine Erfahrung mit dem Schreiben auf einer so glatten Oberfläche. Kann man da eine A4-Seite (mehr nicht) schreiben? Ist das Gewöhnungssache?

Und der Preis: Als ich letztes Wochenende in Ottobrunn bei der DigiLern war, schilderte auch ein Gymnasium aus Güthersloh ihre Erfahrungen mit Laptopklassen. Die hatten einen Plan. Das waren keine Anfänger. Die Schüler (bzw. deren Eltern) kauften Laptops. Business-Laptops. Für 1000 EUR. Klar, kann ich verstehen. Wenn man ein Laptop 4 Schuljahre benutzt, will man ein robustes und langlebiges Gerät.

Kann man ein iPad 4 Jahre lang nutzen? Der Akku meines 2 Jahre alten iPod touch schwächelt jetzt schon. Ist Apple care eine Option? Aber mit 500 bis 600 EUR ist man immer noch 400 EUR unter den Laptops.

Ich bin begeister.

Muss ich mir jetzt ein iPad kaufen?

BTW: Ich habe gerade mein Blog wieder aktiviert. Gibt’s technische Probleme?

Do, 15.03.12 

Bullet Zwei Jahre ohne Blog

· 05:03 ·

Soll ich wieder anfangen?

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